Croix  2H - Endurance

  Bilder

24.07.03               Anreise bei schönstem Wetter, der Wind war nur etwas heftig. Mit 4 Mann hingen wir an unserem Vorzelt, bis es endlich stand.

 

25.07.03               Die Sonne scheint. Heute stehen 6 Turns a` 20 min an Manfred hat seine Laverda mit, es ist Premiere für den Twin. Im ersten Turn läuft alles prima. Beim 2 Turn löst  sich an der BMW die Einstellschraube vom rechten Auslaßventiel, in der 3. Runde direkt in der Fahrerlagerkurve. Im 3. Turn gibt die Batterie von der Laverda den Geist auf, zum Glück passte die vom Roller, also kann Manfred weiter Testen. Die BMW klappert vor sich hin, wir wollen morgen früh die Ventile im Kalten Zustand noch mal neu einstellen. Nach der Mittagsruhe zogen dicke Wolken auf und es fing an zu Regnen. Den 4.Turn ließ ich sausen, denn die Strecke ist hier dann sehr glitschig, wie uns unser Nachbar auch bewies. In der 2 Runde lag er im Dreck. Der Regen wurde stärker, während meines Mittagsschlafes kam der Aufruf zum 5. Turn, den dann mein Bruder gefahren hat, denn ich war nicht fit dafür. Den letzten Lauf sind Manfred und ich noch mal angetreten um zu sehen, wie die Strecke im Nassen ist.

 

26.07.03               Es scheint wieder die Sonne, aber ein Franzose gestikulierte uns, dass es heute noch regnen wird. Nachdem Andreas die Ventile eingestellt hat, lief die BMW wieder etwas ruhiger. Am Vorabend haben wir uns eine Rennstrategie ausgedacht: den Start fahre ich und Manfred kommt ins Ziel. Im Ersten Trainingslauf an diesem Samstag haben wir das Reinkommen getestet. Funktioniert ganz gut. Den 2. Turn durfte mein Bruder mal im Trockenen fahren, hat 3 Runden geklappt, da war die Kuh hin. Stößel gebrochen - aus.

                       Also haben wir beschlossen, die Laverda einzusetzen mit mir als Fahrer. Ein paar Veränderungen an der Sitzposition und dann um 12:20 auf zum Warm –UP. Ein Wahnsinn: Vibrationen ohne Ende; Schaltung verkehrt herum; Bremse woanders; Fahrwerk hinten zu hart und vorne zu weich. Und dazu kommt noch vor jeder Kurve Denken wo ist was? Aber es ging ganz gut. Um 16:00 Uhr sollte der Start sein und wie es so kommt, fing es an zu Regnen.

Beim Fahrer Briefing wurde abgestimmt, das in der Wetter Konstellation 2 Runden Pace-Car, 2 Runden Warm Up und dann der Le Mans Start stattfindet.Durch das Alter der Laverda stand ich auf dem 11. Start Platz. Nach den 4 Einführungsrunden hielt Manfred das Moped fest und  gab Gas. Als die Start Flagge gesenkt wurde stürmten, wir los ich war ganz gut dabei; aber dann bekam ich den ersten Gang nicht rein und kam als letzter weg. Mit einem kleinen Rutscher ging es dann die Startgerade herunter. In den ersten 2 Runden bin ich sehr Vorsichtig gefahren aber dann ging es schon ein bisschen schneller. Als ich die 6. Runde erreicht hatte, passierte es beim Anbremsen in der Fahrerlagerkurve: irgendetwas klapperte. Beim Runterschauen dachte ich zuerst der Motor wäre defekt. Aber dann sah ich das Malheur: die Bremsankerstrebe hatte sich gelöst und alles hat sich verdreht. Glück gehabt das nichts blockierte. Ich runter vom Bock und ab zur Box. Dort atemlos angekommen auf die Morini geschwungen und weiter. Nach den ersten 100Metern fühlte ich mich schon Wohl; besser wie auf der Laverda. Der erste Wechsel kündigte sich an, Andreas unser Teamleiter zeigte mir die Tafel und ich kam nach der Runde rein. Am Wechselpunkt angehalten, Manfred abgeklopft und weiter. Jetzt mußten wir erst mal unsere Rennstrategie ändern. Wie die Morini es schafft, 1 ½ Stunden zu überleben, denn der Regen hörte nicht auf. Beim 3. Wechsel wollten wir Tanken. Als der Wechsel anstand und Manfred rein kam Stand ich angezogen mit dem Ständer bereit. Manfred stoppt, ich setzt den Ständer an und bekam das Moped nicht aufgebockt. Manfred saß drauf, endlich hatte ich es geschafft und saß auf den Hintern. Schnell Tanken, abklopfen und weiter. Noch beim Anschieben den 2. Gang rein und los. Die Strecke war verdammt rutschig in der weiß ich wievielten Runde kam die Scrambler an mir vorbei und ich war nah dran eine Ducati zu Überholen, erst mal abwarten wo es sicher ist. Plumps lag die Scrambler in der übernächsten Kurve schon im Dreck. Als der nächste Wechsel anstand, kam ich rein und Manfred war wieder dran. Bis jetzt war ich sehr zufrieden mit unserer Leistung, wir waren zwar bis auf die Haut naß, aber es macht Spaß. Manfreds Turn war verdammt kurz, knapp 15Minuten, da wurde die Fahne zum Wechseln wieder rausgehangen. Wir wollten noch mal Tanken um sicher zu sein. Diesmal klappte es besser; Moped aufgebockt getankt, abgeklatscht und weiter. Irgendwann fing die Morini an zu spucken und zu Stottern, also legte ich einen unfreiwilligen Boxenstopp ein. Nach kurzem hin und her waren wir der Ansicht, Zündung, Stecker lose. Also wieder raus, und dann ging sie nach der langen Graden aus. Nach ein paar erfolglosen Versuchen, das Teil wieder in gang zu kriegen, hieß es wieder schieben. Diesmal war der Weg länger. Als es zu gefährlich auf der Strecke wurde, bin ich über den Rasen. Total außer Atem (keine Kondition) in der Box angekommen. Aus / Ende / Vorbei föllig Niedergeschlagen knieten wir neben der kleinen tapferen Morini. Höchstwahrscheinlich ist Wasser in den Vergaser gekommen. Den Versuch, die Schwimmerkammer abzubauen schenkten wir uns dann, weil die Rennleitung entschieden hat, das Rennen zu beenden. Die erste halbe Stunde war ich total Enttäuscht, aber danach ging es wieder.

Um 18:30 Uhr war die Siegerehrung, auf zum Ehren.

Als erstes wurden die Teams die Disqualifiziert wurden Aufgelistet, und dann die Plazierungen. Ich habe das zuerst gar nicht mitbekommen, dass wir trotz des Ausfalls 2 Runden vor Schluß noch den 8. Platz und einen Pokal und das Beileid des Geschundenen Teams des Tages bekamen.

Nun war der Tag wieder in Ordnung Nächstes Jahr kommen wir wieder und dann greifen wir an,

aber diesmal mit meiner BMW.

                  

 Start     Die Mopeds    Das Team     Bilder 

 Ergebnisse     Das Warum     Die Termine     Inhaltsverzeichnis