Jan Wellem 2004

Anreise am 24.06, ich fahr gerne zum Ring 101 Km und wir sind da. Das Wetter war bewölkt. Nach dem Aufbauen konnten wir um 15 Uhr zur Papierabnahme gehen und zur Technischen sollten wir am Freitag Morgen. Aber als die ersten Solo Maschienen vom Dekra Haus zurück kamen, sind wir auch hin. Moni mit der Morini, Manfred mit seiner Laverda und ich mit der kleinen BMW weil die große ja mal wieder kaputt ist.  Bei der Morini und der BMW war alles in Ordnung. Die Laverda musste noch mal wieder kommen, Bremszug nicht korrekt.

Am Zelt wieder angekommen, fing Manfred sofort an einen neuen Zug zu Löten. Prompt fing es an zu Regnen und dann hat es geschüttet. Fast die ganze Nacht.

Freitag 25.06. Morgens ist Manfred direkt zur Abnahme gegangen und hat sich seinen grünen Punkt geholt. Das Wetter war wie immer bewölkt. Um 8.55 Uhr stand das freie Training für die Morini an. Als wir sie Warm laufen lassen wollten, sprang sie nicht mehr an. Später stellte sich heraus, dass wahrscheinlich der Zahnriemen übergesprungen ist. 9:20 die großen sind dran. 20 Minuten freies Blasen, na ja mit der kleinen BMW 600 ccm und 40 PS verhungert man auf den langen Geraden. Wenn die Kollegen mit den 750er vorbeikommen merkt man das erst; aber in den Kurven ist man dann wieder genauso schnell. Am Anfang hab ich immer zu früh gebremst, da hatte ich noch das Gefühl der schnellen BMW in den Händen - das dauerte dann ewig bis zur Kurve. Also hieß es neue Bremspunkte suchen. Am Ende des Trainings war ich zufrieden mit der kleinen. Manfred hatte ein kleines Problem, die Laverda drückte Öl aus dem Ventil Deckel.  Das ganze Moped war versaut sowie Manfred und Norbert seine Guzzi. Nachmittags hatten wir Pflichttraining. Ich war die ganzen 20 Minuten alleine unterwegs. Ab und zu kam mal einer vorbei und bei einem Überholvorgang war es etwas eng. Hoch zur Bitkurve da hätte eine Honda bald meinen rechten Zylinder mitgenommen wenn ich nicht nach links gezogen hätte. Meine schnellste Zeit war 2:59:301 ganze 14 Sekunden langsamer als mit der Großen, da fehlen halt die PS. Manfred hat langsam gemacht wegen der Öl-Spritzerei vom freien Training. Da wir nach Zeit in der Startaufstellung stehen, war ich in der 2ten Startgruppe auf dem 39. Platz von 57 Motorräder und Manfred in der 3. Gruppe auf dem 54.Start Platz. So jetzt haben wir einen Tag frei. Am Samstag ist kein Lauf wegen der großen Veranstaltung. 

Samstag.26.06

Die Sonne lachte den ganzen Tag; einige Rennen haben wir uns angeschaut um den Tag rumzukriegen.

Sonntag 27.06

Der Himmel ist bewölkt und kurz vor 8 Uhr fing es kräftig an zu Regnen, besser gesagt, es hat geschüttet. Um 9:30 hatten wir unseren ersten Lauf. Einige sind gar nicht angetreten. So war bei der Startaufstellung ein heilloses Durcheinander. Ich hab mich etwas vorgemogelt, andere standen zu weit zurück. Start: die ersten Preschten los, dann kam die 2. Gruppe 5 Sekunden später. In der ersten Spitzkehre ging alles gut, ich hatte die ganze Zeit mit 3 1000er zu kämpfen die auf der Geraden an mir vorbeistürmten und vor den Kurven früher Bremsen mussten, das hat mich ganz schön aus dem Rhythmus gebracht. Während die Großen mich nicht gestört haben, fuhr ich mit dem Egon W. V40 meinen Strich, das hat richtig Spaß gemacht. In der 4. Runde lagen dann 2 Mopeds W47 und W 7 am Ende der Start Ziel Geraden mitten im Weg, ich bin ganz rechts vorbei und der Egon mittendurch. Danach waren die Großen weg und wir hatten freie fahrt, bis zum Schluss. Gut gelaunt trotz Regen und nassem Anzug bin ich zum Zelt zurück  Mit so einer kleinen zahmen Maschine macht es im Regen richtig Spaß. Eine halbe Stunde nach unserem Lauf kam dann die Sonne und brannte uns auf den Pelz. Bis zum 2ten Lauf war genügend Zeit die Klamotten halbwegs trocken zu kriegen. Um 15:55 Uhr ging es zum 2ten Lauf. Die Sonne schien immer noch. Leider mussten wir ca. 30 min. am Vorstart stehen bleiben weil sich beim Racing Legends Lauf ein Aston Martin Le Mans Bj. 1933  in der NGK-Schikane überschlug und der Wagen den Fahrer unter sich begrub. Wahrscheinlich nicht mit gutem Ausgang. 

Bei der Startaufstellung  ging es wieder drunter und drüber. Einige Motorräder gingen aus, andere standen falsch. Egon und ich haben uns auch wieder vorgedrängelt, denn wenn es trocken ist, könnten die Schnellen 1000er und die 2 Takter dich Überrunden und du fährst eine Runde weniger. Der Start der ersten Gruppe. Mindesten 4 Fahrer sind zu früh los, dann kamen wir in der 2ten Gruppe. Meine kleine BMW ist leider kein Sprinter und ich kam so ziemlich als Letzter am Haugg Hacken oder Castrol S - wie immer man es auch nennt - an. Langsam zogen die anderen Runde für Runde davon, bis ich alleine war. Egal - fahr ich halt meinen Strich. 2 Runden vor Schluss sah ich den Claus Peter mit der W45 hinter mir ankommen. Nachdem er mich überholt hatte, versuchte ich dran zu bleiben, aber es klappte nicht, da fehlte mir etwas Dampf. Eine Runde vor Schluss, flog eine TZ im Hatzenbach Bogen an mir vorbei - ich dachte ich stehe.  Beim Ziel wurde ich abgewunken. Das Rennen war zu Ende leider nur 5 Runden. Das hat mir die ersten 10 Minuten sehr gestunken, aber danach ging es wieder, egal Hauptsache es hat Spaß gemacht, und das hat es. 

Jetzt heißt es wie immer nach einen schönen Rennwochenende: einpacken, zur Siegerehrung - denn heute hat Manfred wieder zugeschlagen und mit dem zweiten Platz einen Pokal mit nach Hause genommen. Dann: ab nach Hause! 

Bilder Jan Wellem 2004

 

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